20170315: PSA übernimmt Opel - Markenausblick Opel - FRANZÖSISCHE REVOLUTION

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    • 20170315: PSA übernimmt Opel - Markenausblick Opel - FRANZÖSISCHE REVOLUTION

      Markenausblick Opel - FRANZÖSISCHE REVOLUTION

      www.welt.de schrieb:

      PSA übernimmt Opel. Welchen Einfluss hat dies auf die Modell-Strategie der Rüsselsheimer?
      Fest steht: Es werden Modelle auf der Strecke bleiben.

      (...)

      Fremd sind sich Rüsselsheim und Paris nicht. Schon länger kooperiert man beim Bau neuer Modelle. Jüngstes Beispiel ist der Opel Crossland X. Dieser teilt sich nicht nur die PSA-Plattform 1 mit dem Citroen C3, Peugeot 208, DS3 und dem Kompakt-SUV Peugeot 2008, sondern auch mit dem in dieser Woche in Genf zu sehenden Citroen C3 Aircross. Mit letzterem läuft der Crossland X im spanischen Saragossa vom Band. Unter dem Opel stecken sogar die Motoren von PSA. Französischer kann ein „deutsches“ Auto nicht sein.

      Ebenso findet Opels nächst größerer Crossover, der Grandland X, seinen gallischen Pendant in Form des Peugeot 3008. Beide basieren auf der PSA-EMP2-Architektur. Beide werden im Werk Sochaux produziert, das die Franzosen gerade zu ihrem modernsten Fertigungsstandort umbauen und erweitern (Jahreskapazität: 400.000).

      Drittes Beispiel: Nächstes Jahr werden die Brüder vom Opel Combo – die Liaison mit Fiat ist beendet – Citroen Berlingo und Peugeot Partner heißen. Alle drei wurden gemeinsam entwickelt und werden gemeinsam gefertigt, im zweitgrößten PSA-Werk im spanischen Vigo.

      Im Bereich der Spekulation bleibt vorerst die Frage, was mit den anderen Opel-Modellen passiert?
      Welche bleiben auf der Strecke? Welche laufen zunächst auf GM-Basis weiter?
      Welche werden in der Entwicklung gestoppt und wechseln zur PSA-Technik?

      Erstes Opfer dürfte der kleine Karl werden, der sich die Plattform mit dem Chevrolet Spark teilt und in Korea produziert wird. PSA baut bereits Minis mit Toyota in Kolin/Tschechien.
      Die Ablösung des Adam steht für zirka 2020 an, genug Zeit also für PSA zu entscheiden: Auslaufen lassen oder den neuen Adam ins Portfolio eingliedern. Letzteres könnte Probleme mit der Premium-Tochter DS schaffen.

      Der Nachfolger des Corsa soll 2019 beim Händler stehen. Damit wäre es für PSA jetzt zu spät, den Wagen noch auf die nagelneue Kompaktwagen-Plattform EMP1 zu stellen. EMP1 werden der nächste Peugeot 208, 2008 und DS3 bekommen, inklusive ein kleiner DS-SUV. Passen würde EMP1 auch bestens für den nächsten Mokka X, falls PSA den Opel-SUV im Programm lässt, denn größenmäßig weicht dieser nur wenig vom Crossland X ab.

      Ein großes Fragezeichen steht vor dem von Opel angekündigten großen SUV (D-Segment). Dessen Basis bildet eine GM-Plattform, auf der Buick-Derivate stehen. Nur: Peugeot wird in wenigen Wochen mit einem 4,70 Meter langen SUV namens 5008 auf den Markt kommen. Dieser bietet sieben Personen Platz. Ein paralleles Opel-Modell macht da wenig Sinn.

      Erst einmal ohne Schrammen dürfte der Astra als Hatch (Steilheck) und Kombi davonkommen. Weniger rosig sieht die Zukunft für den Dreitürer GTC und das Cabrio Cascada aus. Absatzschwache Nischenmodelle wird sich PSA nicht ans Bein binden. Auch der Zafira steht wohl auf der Kippe. Dem Konzern reicht ein MPV für die Familie, und diese Aufgabe könnte bestens Citroen mit dem C4 Picasso übernehmen.

      Einen ziemlich schweren Brocken müssen die Franzosen mit dem neuen Insignia schlucken (Vorstellung derzeit in Genf). Man hat plötzlich vier Mittelklasse-Limousinen im Programm. Ende 2018 ersetzt Peugeot seinen jetzigen 508, 2019 folgen der Citroen D5 und die erste Premiumlimousine von DS. Bleibt der Insignia bestehen, wird er jenes Modell, das am längsten die GM-Historie unterm Blech trägt.

      Bei den Nutzfahrzeugen läuft die Kooperation zwischen Opel und Renault/Nissan aus. Vivaro und Movano erhalten dann Schwestermodelle von Peugeot und Citroen. Ein Segment tiefer arbeitet PSA bereits mit Toyota zusammen.

      Spannend dürfte auch das Engagement in Sachen Elektroauto werden. Ab 2019 will PSA mit eigenen Stromern auf den Markt kommen, basierend auf der sogenannten CMP-Architektur (Common Modular Platform). Gut möglich, dass man nun auf die Erfahrung aus Rüsselsheim und Detroit setzt und versucht, die Batterietechnik des Bolt/Ampera-e zu integrieren. Schließlich sind 500 Kilometer Reichweite im Kompaktsegment für E-Autos eine kaufentscheidende Ansage.


      Quelle + kompletter Artikel hier:
      welt.de/motor/news/article162866310/Markenausblick-Opel.html
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    • Wird spannend zu beobachten sein, was da passiert.

      Mittelfristig wird da manches parallel laufen (neuer Insignia, evtl. Corsa F).

      Aber nach ein paar Jahren sollte es einheitlich werden.

      Und dann stellt sich für mich die Frage. Komplette PSA-Technik nur umgelabelt mit Blitz-Logo - das wäre für mich kein Anreiz mehr, ein solches Auto zu kaufen,so ganz ohne Opel-Gene.

      Und das kann eigentlich der Käufer PSA auch nicht wollen. Nur wegen dem Logo wird kein Opel-Image verkaufsfördernd erworben, so naiv wird der Käufer nicht sein. Dann wäre es das sowohl für Opel als Marke auch für eine angestrebte Vergrößerung des neuen PSAO-Konzerns.

      Eine tragfähige Zukunft auf dem bisherigen Opel-Markt kann m.M. nur dann entstehen, wenn der Technologietransfer keine Einbahnstraße bleibt; Stichwort Zukunft Opel-Ingenieure. Wenn die alle abgewickelt würden, wäre es das für mich. Leider.

      LG Bernd
      Fahre (Zweitfahrzeug) : Corsa E Inno 5-Türer 150 PS ohne Sportfahrwerk, karbonsilber; Spitzname "Jacques Clouseau" 8) .
      Erstfahrzeug: Opel Astra J Sportstourer 2,0 Inno Diesel 165 PS mahagonibraun; Spitzname "Dicke Berta" :love: .

    • Also einfach PSA drin und Opel drauf wird PSA auch nicht machen. Die Leute wissen ja trotzdem das PSA drin steckt und es nicht kaufen. Das hat PSA ja selber auch erkannt in dem sie gesagt haben der Deutsche will einfach kein franz. Auto kaufen.

      Einiges wird denke ich auch parallel laufen. In wie weit das bei den Volumenmodellen und das ganz besonders Corsa und 208 und Astra und 308 so sein wird wird sich sich zeigen.

      Auch möglich das man die Opel Modelle mehr auf Hybrid, Elektro entwickeln wird und die PSA Modelle weiterhin konventionell lassen wird. Je nach dem wie sich dann der Markt entwickelt adaptiert man das eine oder das andere in Folgemodellen.

      Mit freundlichen Grüßen
      agentsmith1612

    • Neumann wirft wohl das Handtuch.

      faz.net/aktuell/wirtschaft/unt…itt-zurueck-15055384.html

      Habe leider kein gutes Gefühl bez. der "Opel-Gene" künftiger Modelle. Was (vorerst) wohl noch bleiben wird, ist eine eigenständige Interieurgestaltung und, wenn es hoch kommt, noch eine eigenständige Fahrwerksabstimmung. Und natürlich der Blitz. Wem das an Opel-Genen reicht...mir wohl eher nicht.

      Genießt euren "E", einen der letzten seiner Art.

      LG Bernd
      Fahre (Zweitfahrzeug) : Corsa E Inno 5-Türer 150 PS ohne Sportfahrwerk, karbonsilber; Spitzname "Jacques Clouseau" 8) .
      Erstfahrzeug: Opel Astra J Sportstourer 2,0 Inno Diesel 165 PS mahagonibraun; Spitzname "Dicke Berta" :love: .

    • Wohl möglich das Neumann das jetzt als richtige Chance Opel komplett als E-Marke umzubauen gesehen hat. Sicher war das PSA zu riskant denn im Umkehrschluss hätte das geheißen PSA würde es nur noch temporär für ein zwei oder drei Jahrzehnte geben.

      Aber seien wir mal ehrlich wenn man die Übernahme betrachtet muss man alles im großen und ganzen sehen, und wenn Opel oder PSA in ein paar Jahrzehnten stirbt dann ist das so, möchte keiner hören, jedoch das was zählt ist, ob eine der Marken dann noch zukunftsorientierte Autos hat und verkaufen kann oder nicht.

      Mit freundlichen Grüßen
      agentsmith1612

    • Es ist die Bild ;) Interessant ist es dennoch, finde ich:

      EXPORTE WELTWEIT ERLAUBT! KEINE WERKSSCHLIESSUNG! KEINE KÜNDIGUNGEN!
      DER Opel-HAMMER!

      bild.de/geld/wirtschaft/opel/w…g-opel-53800820.bild.html

      Auszug:


      (...)
      Auto-Experten hatten die schlimmsten Horror-Szenarien an die Wand gemalt – es scheint, als ob die 38 000 Opelaner erst einmal glimpflich davon kommen.
      (...)
      100 Tage nach der Übernahme durch die Peugeot-Mutter macht Opel jetzt Tempo. Der Unternehmensumbau soll ohne Entlassungen klappen, doch dafür muss erneut mit den Gewerkschaften verhandelt werden.
      (...)
      Durch die Synergie-Effekte mit dem französischen PSA-Konzern spart Opel jährlich 1,7 Milliarden Euro. Jeder Opel wird in der Herstellung um 700 Euro günstiger. Auto-Experten drängen: Diese Synergien, beispielsweise beim Einkauf, müssten schnellsten umgesetzt werden.
      (...)
      Bis 2024 werden alle europäischen PKW-Modelle elektrifiziert sein (entweder mit Batterie- oder Plug-In-Hybride). Bis dahin, so vermuten Branchen-Experten, werden sich auch die Preise für die Verbraucher in einem erschwinglichen Rahmen befinden.
      Verbrennungsmotoren gibt es natürlich weiterhin.

      Opel plant alle europäischen Werke zu behalten und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden! Es soll aber individuelle Angebote für Altersteilzeit geben.

      Alle neuen Opel-Modelle werden in Rüsselsheim entwickelt, das Designzentrum bleibt also erhalten. Neue Modelle: Combo (2018) und die Neuauflage des Corsa (2019).

      Bis 2022 will Opel seine Autos in 20 neuen Märkten einführen. Das war ihnen 88 Jahre lang vom ehemaligen Partner GM verboten worden. Der Gang nach China und Brasilien werde darüber hinaus geprüft, kündigte der Opel-Chef an.
      (...)
      Der einstmals glanzvolle Autohersteller mit Stammsitz in Rüsselsheim hat unter der Ägide des bisherigen Besitzers General Motors seit 1999 keinen Jahresgewinn mehr geschafft.
      Zum 1. August dieses Jahres hat die Peugeot/Citroën-Mutter PSA das Unternehmen samt der britischen Schwestermarke Vauxhall übernommen.
      PSA-Chef Carlos Tavares hat die Opel-Fabriken als vergleichsweise ineffizient bezeichnet und das deutsche Management mit einem Sanierungsplan beauftragt.
      (...)
    • Passt indirekt auch dazu...
      Vorsichtiger Optimismus bei Opel in Eisenach - Wahrscheinlich Grandland X statt Mokka

      Zitat:
      "Opel Eisenach bleibt erhalten. Anstelle des SUV-Modells Mokka soll jedoch der Opel Grandland X auf der Basis des Peugeot 3008 produziert werden, so Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) gegenüber unserer Zeitung."

      Quelle, wer weiterlesen möchte:
      eisenach.thueringer-allgemeine…andland-X-statt-747494765